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    20
    Apr
    2022
    Fr
    22
    Apr
    2022

    Tagung
    Wegzeichen Neue Musik. Salzburg und die musikalische Zeitgenossenschaft / New Music Directions. Salzburg and Musical Contemporaneity

    CALL FOR PAPERS!

    Universität Mozarteum Salzburg

    Internationale Tagung zum 100-Jahre Jubiläum der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, veranstaltet vom Arbeitsschwerpunkt Salzburger Musikgeschichte, Universität Mozarteum Salzburg, in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, Sektion Österreich sowie der Royal Musical Association, Großbritannien

    1923 rühmte der Musikkritiker Ernest Newman Salzburg als ein Mekka für die Aufführung Neuer Musik, als eine Stadt, in der eine neue Epoche der Musikgeschichte angebrochen sei. Tatsächlich erlebte die Mozartstadt nach dem Ersten Weltkrieg im touristischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben einen Boom, aber nirgendwo mehr als im Bereich der Musik: im August 1922 begannen die Salzburger Festspiele (in ihrer modernen Form) und in ihrem Rahmen versammelte sich eine internationale Gruppe zeitgenössischer Komponist:innen (darunter Béla Bartók, Arthur Bliss, Paul Hindemith, Arthur Honegger, Zoltán Kodály, Darius Milhaud, Ethyl Smyth und Anton Webern), um eine Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) ins Leben zu rufen. Obwohl die anfängliche Verbindung der beiden Institutionen zueinander bisher noch kaum erforscht worden ist, hinterließ die IGNM einen unauslöschlichen Eindruck im Musikleben der Stadt. Bis heute gilt die IGNM als größte und wichtigste Gesellschaft zur Förderung zeitgenössischer Musik. Im Jahre 2022 darf sie auf 100 Jahre ihres Bestehens zurückblicken.

    Die Tagung möchte die Entstehung und die frühen Jahre der IGNM untersuchen und einen Blick auf ihre lange, komplexe Geschichte als europäisches und globales Phänomen werfen. Studien zu spezifischen Facetten der IGNM – einer Institution, die Katalysator für Erstaufführungen, Uraufführungen und internationalen Dialog zwischen Komponist:innen aus mehreren hundert Nationen ist – sind willkommen. Die Ziele, die Akteur:innen und die ästhetische Vielfalt der Gesellschaft – insbesondere während der politisch turbulenten ersten Jahrzehnte – sind weiterhin ein fruchtbarer Boden für neue Forschung. Die ethischen Fragen, die der Internationalismus impliziert, die künstlerische Antwort auf die weltweiten Krisen und die Spannungen und Synergien, die durch die inhärente Pluralität der IGNM entstehen, legen nahe, dass ihre Relevanz für das Musikleben außer Frage steht. Um das Lokale innerhalb des Internationalen zu zelebrieren, lenkt die Tagung die Aufmerksamkeit zudem auf die von den Gründern Rudolph Réti und Egon Wellesz 1922 verkündete „Salzburger Idee“ und möchte darüber hinaus einen kritischen Blick auf die Neue-Musik-Szene Salzburgs des letzten Jahrhunderts werfen, indem sie die langfristige Wirkung prominenter IGNM-Figuren wie etwa Paul Hindemiths Einfluss auf lokale Komponist:innen, Carl Orffs Gründung eines Instituts selbigen Namens und Gottfrieds von Einems oder Peter Ruzickas Präsenz bei den Salzburger Festspielen beleuchtet.

    Call for Papers deutsch

    Call for Papers englisch