Veranstaltungen

 

  • Mo
    05
    Okt
    2020
    Mo
    25
    Jan
    2021

    Lehrveranstaltung
    Der Salzburger Fürstenhof als Zentrum europäischer Musikkultur

    Montags, 15.30–17.30 Uhr

    Paris-Lodron-Universität Salzburg, Unipark, Erzabt-Klotz-Straße 1, 2. Stock, Raum 2.138

    Aktuelle Forschungsfelder und Methoden: Interdisziplinäres Projekt in Kooperation mit dem DomQuartier Salzburg (Karina Zybina, PhD)

     

    Das Jahr 2020 wurde von der Salzburger Landesregierung zum Jahr der Musik proklamiert. Diese Idee aufgreifend, organisiert das DomQuartier Salzburg eine Musikausstellung, die vom Juli 2020 bis zum Ostern 2021 ein breites Publikum in die Prunkräume der Residenz, ins Nordoratorium des Salzburger Doms und ins Museum St. Peter zum Besuch einlädt: „Überall Musik!“. Eine wissenschaftlich fundierte Kombination vielfältiger historischer Objekte – Räumlichkeiten, historischer Dokumentationen, Musikhandschriften – soll dazu beitragen, die Rolle der Musik am Hof der Fürsterzbischöfe von der Ära Wolf Dietrich von Raitenau (ab 1587) bis zur Auflösung der Hofkapelle im Jahr 1807 instruktiv und optisch anregend zu demonstrieren.

    Das Konzept der Ausstellung als Ausgangspunkt nutzend, bietet die vorgeschlagene Lehrveranstaltung der Tanz- und Musikwissenschaft die Möglichkeit an, im Laufe des Wintersemesters 2020/21 an einem interdisziplinären Projekt zu arbeiten. Das Ziel dieser Lehrveranstaltung ist, Querverbindungen der ausgewählten geisteswissenschaftlichen Disziplinen, Musik- und Tanzwissenschaft, Geschichte, Kunstgeschichte und Museologie, herzustellen, und das erworbene Wissen in einer praktischen Arbeit umzusetzen. 

    Als Mischung aus Theorie und Praxis, verfügt die Lehrveranstaltung über eine mehrschichtige Struktur. Auf der unteren ‚Stufe‘ werden wir ins Grundkonzept der Ausstellung eintauchen und Impulse zur interdisziplinären Annäherung suchen, indem wir in Auseinandersetzung mit ausgelesener Sekundärliteratur gebracht werden. Auf der mittleren ‚Stufe‘ vertiefen wir uns in die Inhalte des Projektes, indem wir von den OrganisatorInnen und AusstellungsgestalterInnen zu einer Reihe von Vorlesungen und Führungen durch die Ausstellungsbereiche eingeladen werden. Auf der oberen ‚Stufe‘ arbeiten wir gemeinsam an interdisziplinär konzipierten Beiträgen, in denen das Zusammenspiel der Geschichte, Architektur, Musik und Museologie am Beispiel eines ausgewählten Raums des Residenz- und Dombereichs aufgezeigt wird. Die Beiträge werden Bestandteile einer intermedialen Videoproduktion, die die ‚Musikalische Entdeckungsreise an den Originalspielstätten‘ (Ausstellungscharakteristik auf https://www.domquartier.at/sonderausstellung/ueberall-musik/) audio-visuell dokumentieren möchte.
  • Di
    06
    Okt
    2020
    Di
    26
    Jan
    2021

    Lehrveranstaltung
    „Musikalische Volkskunde: Musik zur Hochzeit“

    Dienstags, 8.30–10.00 Uhr (geblockt an acht Terminen)

    Universität Mozarteum Salzburg, Mirabellplatz 1, 2. Stock, Raum 2048

    Grundlagen der Volksmusikforschung 2: „Musikalische Volkskunde: Musik zur Hochzeit“ (Thomas Hochradner)

  • Do
    17
    Jun
    2021
    Fr
    18
    Jun
    2021

    Tagung
    Salzburger Inszenierungen. Vom Werden einer Musikstadt

    Kleines Studio der Universität Mozarteum Salzburg

    eine Tagung des Arbeitsschwerpunktes Salzburger Musikgeschichte am Department für Musikwissenschaft der Universität Mozarteum Salzburg unter Verantwortung von Sigrid Brandt (Paris Lodron Universität Salzburg) und Thomas Hochradner (Universität Mozarteum Salzburg)

    Nähere Informationen zur Abhaltung in Präsenz siehe unten.

     

    Salzburger Inszenierungen. Vom Werden einer Musikstadt
     
    Barockes Festspiel brachte musiktheatralisches Flair nach Salzburg. In der Residenz, im Steintheater des Hellbrunner Schlossparks, in der Kleinen und Großen Aula der Salzburger Benediktineruniversität gelangten Pastoralen, Opern, Komödien und Schauspiele mit Musik auf die Bühne. Auch wenn dem Fürsterzbischof eine Zurückhaltung in weltlichen Freuden auferlegt war und sich manche Amtsinhaber mehr als andere daran hielten, blühte auf, was mit geistlichen Spielen im Mittelalter begonnen hatte. Dass sehr wahrscheinlich Salzburg zum Ort der ersten Aufführung des monteverdischen L’Orfeo nördlich der Alpen wurde, zeugt von seiner vorübergehenden Bedeutung als kulturelle Schaltstelle zu Beginn der frühen Neuzeit. Gelegentlich lebte sie wieder auf, je nach den Vorlieben des geistlichen Landesherrn. In den 1770er Jahren ließ Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo das beliebte Ballhaus am heutigen Makartplatz adaptieren und ein Fürsterzbischöfliches Hoftheater errichten, das, in den Besitz der Stadt gelangt, zu Beginn der 1890er Jahre abgerissen und durch den nun Salzburger Stadttheater genannten Bau nach Entwürfen von Fellner und Hellmer ersetzt wurde. Bald darauf erschlossen sich der Bühnenkunst weitere Räume: Mit den 1920 gegründeten Salzburger Festspielen wurde nicht nur die Idee eines über Jahrzehnte diskutierten regelmäßigen Musik-Festivals realisiert, auch die Aufführungsorte und mit ihnen die Formen der Inszenierung erfuhren eine bis dahin ungekannte Vervielfältigung.
    Die Tagung möchte mit der Konzentration auf die Aufführung von Singspielen, Opern, Musiktheater und Ballett einen Beitrag zur Geschichte der Inszenierung seit dem beginnenden 17. Jahrhundert leisten und in einem interdisziplinär verschränkten Ansatz aus musik- und theaterwissenschaftlicher sowie kunst- und architekturhistorischer Perspektive Fragen für zukünftige Forschungen im Kontext der Salzburger Geschichte entwickeln. Dabei sollen Aspekte der Inszenierung und Regie, der musikalischen Aufführungspraxis, des Bühnenbildes und der Bühnenarchitektur zur Sprache kommen und Tendenzen auch der Ausführung des Bühnenkostüms eingeschlossen werden. Das Thema eignet sich besonders, nach Strukturen einerseits der Produktion, andererseits der Rezeption von visuellen Gestaltungen eines szenischen Raumes in Wechselwirkung mit entstehender Übersummativität durch Musik zu fragen, die Idee eines Gesamtkunstwerkes über sowohl gesellschaftlich als auch kunsttheoretisch differenzierte Epochen hin zu analysieren. Ziel soll u. a. sein, sich die verschiedenen Effekte, Wirkungen und künstlerisch-ästhetischen Konsequenzen von illustrierender Dekoration und Bebilderung einerseits bis hin zur offenen Rauminstallation andererseits, die performativ genutzt werden kann und auf diese Weise eine weitere Dimension der Inszenierung – die der Variabilität in einem Entwurf – wortwörtlich ins Spiel bringt, bewusst zu machen. Das beinhaltet auch die Vorstellung und Diskussion aktueller Inszenierungen des Musiktheaters in Salzburg, die vor dem Hintergrund der historischen Analysen zu ihren Intentionen befragt werden können.
     
    Informationen zu Zugänglichkeit und Ablauf
     
    Die Konferenz wird in einem Hybrid-Modus durchgeführt: Grundsätzlich wird die Veranstaltung in Präsenz im Kleinen Studio der Universität Mozarteum Salzburg (Mirabellplatz 1) abgehalten, daneben erfolgt auch eine Übertragung via Zoom. 

    Aufgrund geltender Beschränkungen ist für eine Teilnahme vor Ort eine Anmeldung per E-Mail an stefanie.hiesel@moz.ac.at unbedingt erforderlich. Wir freuen uns auf Ihre Interessensbekundung bis längstens 3. Juni 2021 zu Tagung DO, Konzert DO (20:00) und/oder Tagung FR.

    So lange Zugänge zu vergeben sind, werden Sie eine bestätigende Nachricht erhalten. Nähere Informationen und Voraussetzungen (Test- und Maskenpflicht!) finden Sie in untenstehenden Dokument "Informationen zur Teilnahme" sowie "Kleine Zoom-Einführung".

    Der Zoom-Übertragung der Tagung können Sie dagegen ohne Anmeldung über die folgenden Login-Daten beitreten:

    https://moz-ac-at.zoom.us/s/98696238249

    Meeting-ID: 986 9623 8249 | Kenncode: 743517

    Das Konzert wird nicht über Zoom, sondern über folgenden Livestream zu sehen sein: https://livestream.com/unimozarteumsalzburg/events/9688325

    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auf dem schwierigen Weg zu einer der ersten Veranstaltungen begleiten, die auch wieder physische Nähe, direkten Kontakt mit einbegreift!
     
    Mit herzlichen Grüßen!
    Thomas Hochradner für das Team des Arbeitsschwerpunktes Salzburger Musikgeschichte
     
     
    Orpheus und Eurydike 1948, Elisabeth Höngen - Maria Cebotari - Sena Jurinac; ASF, Foto Ellinger