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  • Do
    06
    Okt
    2016
    Fr
    07
    Okt
    2016

    Tagung
    Salzburgs Musikleben um 1816: Die Zeit der verlorenen Söhne und Töchter

    Kleines Studio der Universität Mozarteum, Mitabellplatz 1

    Symposion in Zusammenarbeit mit der Salzburger Bachgesellschaft anlässlich deren 40-jährigen Bestehens

    Als Salzburg 1816 dem Kaisertum Österreich zugeschlagen wurde, keimte Jubel in Zeiten der Sorge auf. Militärische Bewegungen, wechselnde Regierungen und wirtschaftlicher Nie-dergang waren ins Land gekommen, seit es 1805 seine territoriale Selbständigkeit eingebüßt hatte. „Öde todte Stille und der Mangel an Menschen“ prägten in der Folge die Straßen und Plätze der Stadt, wie Franz Sartori, Herausgeber der Wiener Annalen der Literatur und Kunst in dem Österreichischen Kaiserthume, 1811 beschrieb, und er mokierte sich über das Grün zwischen ihren Pflastersteinen. Aber: Wie provinziell war Salzburg wirklich geworden? Konnte das blühende kulturelle Leben des Erzstiftes binnen Kurzem ganz verschwunden sein? Der Tod Michael Haydns (1806), des hochgeschätzten musikalischen Lehrmeisters der kommenden Generation, und die Errichtung eines Grabdenkmals für ihn in der Kirche der Erzabtei St. Peter (1827) rahmen eine bewegte Phase der lokalen Musikgeschichte, die über-raschend viel zu bieten hat.