Private Forschungstätigkeit

Hofrat Dr. Werner Rainer erarbeitet in Zusammenarbeit mit Dr. Gerhard Walterskirchen und MMag. Christoph Brandhuber eine Übersicht zu im 17. Jahrhundert in der Stadt Salzburg tätigen Musikern und Musikerinnen, wozu Archivalien im Landes- und Stadtarchiv Salzburg, dem Universitätsarchiv, dem Archiv der Erzdiözese Salzburg sowie in den Archiven des Franziskanerklosters Salzburg und der Klöster nach der Regel des Hl. Benedikt Michaelbeuern, Nonnberg und St. Peter gesichtet werden. Je nach Bedeutung des Musikers / der Musikerin sollen die erhobenen Daten ergänzt und zu profilierten Darstellungen erweitert werden.

Gemeinsam mit ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Witek (Universität Salzburg, Fachbereich Altertumswissenschaften) bereitet Hofrat Dr. Werner Rainer gegenwärtig eine Studie mit dem Arbeitstitel „Die Teufelsfiguren im Salzburger Universitätstheater" vor, die insbesondere die Darstellung des Aztekengottes Huitzilopochtli (Vitzliputzli) als Theaterfigur im 17. und 18. Jahrhundert in den Blick nehmen wird.

Stiftung Mozarteum Salzburg

Digitale Mozart-Edition
http://dme.mozarteum.at/DME/

Die Digitale Mozart-Edition (DME) ist die Fortführung und Erweiterung der Neuen Mozart-Ausgabe im digitalen Zeitalter. Sie entsteht im Mozart-Institut als Kooperation zwischen der Stiftung Mozarteum Salzburg und dem Packard Humanities Institute in Los Altos/Kalifornien. Die DME beschränkt sich nicht auf die musikalischen Werke, sondern wendet sich auch der digitalen Aufbereitung von Briefen und Dokumenten sowie den Textquellen zu Mozarts Werken zu.

RISM-Arbeitsstelle Salzburg

http://www.kirchen.net/archiv/

Die RISM-Arbeitsstelle Salzburg (Univ.-Doz. Dr. Ernst Hintermaier, MMag. Dr. Eva Neumayr, Mag. Dr. Lars Laubhold, http://salzburg.rism.info/)) wurde 2007 mit dem Ziel gegründet, die Musikalienbestände des Archivs der Erzdiözese Salzburg (A-Sd) für die RISM-Datenbank zu erfassen. Finanziert vom „FWF Der Wissenschaftsfonds“ wurden zunächst die Musikalien der Dommusik bis 1807 in die RISM-Datenbank aufgenommen (Projekt „Das Musikrepertoire der Metropolitankirche zu Salzburg“); zurzeit sind die Bestände bis 1841 in Arbeit (Nachfolgeprojekt „Kirchenmusik am Neuen Dom zu Salzburg im Spiegel der Quellen“, P 23195). Zusätzlich zur Dokumentation der Musikalien wurden die in den Papieren feststellbaren Wasserzeichen katalogisiert und der Salzburger Schreiberkatalog durch zahlreiche weitere Schriftnachweise ergänzt. Ein gedruckter Katalog des Bestandes bis 1841 wird vorbereitet.

Paris Lodron Universität Salzburg, Interdisziplinäres Zentrum für Mittelalter-Studien (IZMS)

http://www.uni-salzburg.at

Das IZMS versteht sich als ein Zentrum für interdisziplinäre mediävistische Forschung und Lehre an der Universität Salzburg. Im Rahmen seiner Tätigkeit widmet sich V. Ass. Dr. Siegrid Schmidt der Forschungsgeschichte und Vorbereitung einer idealtypischen Ausstellung zur literarisch-musikalischen Bedeutung des Mönchs von Salzburg.

Instiut für Wissenschaft und Kunst, Wien (IWK)

Forschungsprojekt „Eine politische Geschichte der Oper in Wien 1869 bis 1955″.
Finanziert vom FWF, Laufzeit: 2012-2015.
Projektleitung: ao. Univ.-Prof. Dr. Christian Glanz (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien). Projektteam: Dr. Tamara Ehs, Mag. Angelika Silberbauer, Dr. Fritz Trümpi.
Kontakt: tamara.ehs@univie.ac.at

Das Projekt zielt darauf ab, die politischen Aspekte der Wiener Operngeschichte im Rahmen eines für die Geschichte Österreichs wesentlichen Zeitraums in Kooperation historischer, politologischer und musikwissenschaftlicher Zugänge interdisziplinär zu untersuchen. Die zeitgeschichtlichen und politischen Wechselwirkungen über einen längeren Zeitraum hinweg stellen nach wie vor ein Desideratum dar. Der Zeitraum zwischen 1869 und 1955 umfasst entscheidende Einschnitte und Weichenstellungen, von denen vielfältige und fortdauernde Wirkungen ausgingen. Die Regimewechsel der Jahre 1918, 1933, 1938 und 1945 hatten ebenso direkten Einfluss auf die Opernpolitik wie etwa der Niedergang des politischen Liberalismus, der Nationalitätenkonflikt, die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts oder die politischen und wirtschaftlichen Krisen der Zwischenkriegszeit. Der Beginn des Untersuchungszeitraums wird von der Eröffnung der Hofoper am Ring im Jahre 1869 markiert, politisch korrelierend mit der Kulminationsphase der liberalen Hegemonie. Das Ende des Untersuchungszeitraums fällt mit der gerade durch die Wiedereröffnung der Oper 1955 intensiv symbolisierten Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit zusammen. Der große Umfang des Untersuchungszeitraums ermöglicht es, Kontinuitäten und Brüche der politischen Geschichte der Oper über die üblichen historischen Zäsuren hinweg herauszuarbeiten. Dabei soll analysiert werden, ob und inwiefern derartige Schlüsseljahre die Oper unmittelbar tangierten oder ob und inwiefern Kontinuitäten z.B. in Spielplan- oder Personalpolitik oder in der Auswahl, Einrichtung und Inszenierung von Opern bestehen blieben.

Im Zentrum der Untersuchung stehen zwei Aspekte:
1. Die politische Organisationsgeschichte der Oper im Sinne einer Verwaltungsgeschichte: insbesondere rechtliche Rahmenbedingungen, parteipolitische und gewerkschaftliche operninterne Gruppierungen, sowie Personalpolitik.
2. Die Ästhetik und Gestalt von Opern und Opernaufführungen im Hinblick auf das Verhältnis von künstlerischem Gestaltungswillen und politischem Einfluss, das sich in der äußeren Handhabung des Spielplans sowie im werkimmanenten Umgang mit den Stücken und deren Wahrnehmung durch die RezipientInnen sowie der öffentlichen Kritik in ihrer gesellschaftlichen und parteipolitischen Bedingtheit zeigt.